Närrischer Wettkampf in den Fluten der Wurm

Von Georg Schmitz |  11.07.2010,

16:55 Geilenkirchen. Den subtropischen Temperaturen von rund 37 Grad war es wohl zu verdanken, dass am Samstag nur rund 5000 Schaulustige zum Badewannenrennen an die Wurm pilgerten, etwa halb so viele wie im Vorjahr.

Zwischen den üblicherweise beschaulichen Orten Würm und Flahstraß war wieder einmal der Bär los. Die vor nunmehr elf Jahren ins Leben gerufene Badewannen-Gaudi ist mittlerweile zum Ereignis mit Kult-Status avanciert und hat sich zu einer publikumswirksamen Dreistunden-Veranstaltung im Kreis Heinsberg entwickelt.

Während die Menschenmengen noch den Wurmweg in Richtung Start oder Ziel schlenderten, bereiteten sich die ersten Teams mental auf die wilde Flussfahrt vor. Einige beäugten misstrauisch das sanft dahin plätschernde Flüsschen, das schon bessere Zeiten erlebt hat - was die Wassermenge betrifft.

Die regenfreie Zeit der vergangenen zwei Wochen hatte dazu beigetragen, dass der Wasserpegel einen Tiefststand verzeichnete und überall einige Steinbrocken herausragten. Da drohte die Fahrt für besonders schwere oder große Boote schon kurz nach dem Start zu scheitern, vom Überwinden der drei Stromschnellen ganz zu schweigen.

Doch erstaunlicherweise kamen später fast alle Boote ganz gut durch, viele mussten allerdings ein paar Mal angeschoben werden. Rund 60 Teams gingen mit kunstvoll umgebauten, leicht modifizierten oder schrill-schrägen «Schwimmkörpern» an den Start. Das Drumherum ist nicht selten entscheidend für das Ankommen im Ziel, wobei Badewannen manchmal auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen waren. Das war auch nicht unbedingt Pflicht, aber dennoch musste jedes Floß, Boot oder Schiff auf Grundlage einer Badewanne fabriziert sein, beziehungsweise eine solche irgendwo beinhalten.

Nadine Losse aus Geilenkirchen feierte zusammen mit ihren Freundinnen Sonja Bernhard, Claudia Kohnen und Anja Mülstroh ihren Junggesellenabschied im «Piratenschiff» auf der Wurm. Das Jugendheim Süggerath war mit drei Booten und 30 Jungs wie Mädels am Start. Der TSV Geilenkirchen brachte ein halbes Dutzend nette junge Damen «zu Wasser».

Als Basis der Schwimmgeräte waren Surfbretter die bevorzugten Utensilien, denn diese verhindern oft das bei den Zuschauern beliebte Kentern der Badewanne. Dann sind da noch Plastik- oder Stahlfässer jeglicher Couleur und Größe, die als Stabilisatoren unersetzlich scheinen.

Alle teilnehmenden Badewannenkapitäne waren froh, wenn sie die drei markanten Stromschnellen einigermaßen trocken überstanden hatten und heil am Ziel in Flahstraß ankamen.

Siegesprämien gab es beim anschließenden Burgfest in und um Haus Honsdorf übrigens nicht nur für den Erstplatzierten.

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Geilenkirchen-Süggerath. Nach erfolgtem Komplett-Umbau öffnet am Samstag, 25. August, das Jugendheim Süggerath «stilgerecht» mit einer Party. Ab 19 Uhr stoßen die Mädels und Jungs mit den Gästen auf die gelungene Renovierung der beiden Räume und die Wiedereröffnung an.

 

Mit viel Eigenleistung aber auch mit Unterstützung der Mitarbeiter des städtischen Bauhofes konnte die am 11. März begonnene Baumaßnahme in kürzester Zeit realisiert werden.

120 Quadratmeter, verteilt auf zwei Räume, stehen den Jugendlichen für ihre Freizeit zur Verfügung. Dass der seit über 35 Jahren bestehende Treffpunkt Jugendtreff jetzt in neuem Glanz erstrahlt, ist auch der Stadt Geilenkirchen zu verdanken, die mit einer Finanzspritze die Sanierung erst ermöglichte. Darauf weisen die Jugendlichen hin und sind Bürgermeister Andreas Borghorst dafür dankbar.

Hier trifft sich aber nicht nur die Süggerather Jugend, sondern auch junge Frauen und Männer aus dem gesamten Stadtgebiet. «Alle sind willkommen», sagt Vorstandsmitglied Peter Holz. Im Erdgeschoss der Alten Schule ist das vorherige Dunkel jetzt einem strahlendem Hell gewichen.

Retro-Style

Der Retro-Style mit einem futuristischen Muster hinter der Tanzfläche und einer farbenfrohen «Cola-Flaschen-Tapete» gegenüber schafft eine freundliche Atmosphäre. Genauso erfrischend ist der «Chill-Out-Raum» mit gemütlichen Sitzecken gestaltet. Kommunikation pur in allen Bereichen: TV-Gerät mit Digital-Programmen sowie eine moderne Technik mit Lichtanlage und Power-Musik im Disco-Raum, auf der anderen Seite einfach abhängen und ein nettes Gespräch führen gleich nebenan - an alle Situationen ist gedacht.

Neben der auch als Bühne nutzbaren Tanzfläche haben die Jugendlichen eine mit Hockern bestückte Theke geschaffen und eigens dafür ein schönes Mosaikmuster entworfen und an der Thekenfront umgesetzt. Noch vieles haben die Süggerather Jugendlichen in nächster Zeit vor. Sie beteiligen sich ohnehin an mehreren Festivitäten im Ort, so auch mit einem eigenen Karnevalswagen beim Tulpensonntagszug.

Wer sich über die kommenden Termine informieren möchte, sollte auf die Internetseite http://www.jhsueggerath.de schauen. Aber erst einmal heißt es am Samstag zur Wiedereröffnung: «Feiern bis zum Abwinken».

 

Geilenkirchen. Dunkle Gestalten, Vampire, Hexen und Mönche, vom Tod gekennzeichnet, geisterten durch die alten Gemäuer von Schloss Leerodt und jagten selbst den rings um die Ruine hausenden Hasen und Eulen einen gehörigen Schrecken ein. Leuchtende Kürbisse wiesen den den Weg - zur Halloween-Party des Geilenkirchener Stadtjugendrings.

 

Vor dem Eingang der Party-Location war eine Grabstätte aufgebaut. Auf den Steinen ließen die Namen von Edgar Allen Poe, Dr. Jackel & Mister Hyde, Frankenstein und weiterer einschlägiger «Horror-Gestalten» erahnen, was den Besucher erwartet. Zum zweiten Mal hatte der Stadtjugendring zu dieser Grusel-Fete in das alte Gemäuer eingeladen und diesmal gab ihnen der Erfolg Recht.

«Achtung, mit Zombies, Vampiren und anderer Untoten muß gerechnet werden», hatte der Stadtjugendring schon in seiner Einladung gewarnt. Die Fete ersetzt die gleichnamige Veranstaltung in der Mensa der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen, die seinerzeit, nicht übermäßig von Erfolg gekrönt, dahinplätscherte.

Ein 25-köpfiges Team von freiwilligen Helfern mit dem Vorsitzenden des Stadtjugendrings, Klaus Striebinger an der Spitze sorgte in der Nacht zum Samstag für einen reibungslosen Ablauf.

Glühwein gegen Kälte

Dabei zeichneten die St.-Sebastianus-Schützenjugend und das Jugendheim Süggerath für Beköstigung und Thekendienst verantwortlich.

Der Dank von Striebinger galt auch der Awacs-Reservistenkameradschaft, die für den Sicherheitsdienst zuständig war, und dem Jugendrotkreuz, dass den Sanitätsdienst übernommen hatte.

Glühwein durfte bei der Halloween-Party nicht fehlen, denn herbstliche Temperaturen und kühle Momente lassen sich mit dem «Aufwärmgetränk» schnell vergessen. Aber - und darauf legt der Stadtjugendring-Vorsitzende Wert - die gesamte Veranstaltung läuft unter Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen.

Schon drei Tage vor dem Ereignis hatten die Helfer mit dem Aufbau und Ausschmücken der Gemäuer begonnen. «Fledermäuse» und «Spinnen» schauten den Gästen von der spinnenwebenbehangenen Decke im Kommunikationsraum wie auch in der Dance Area zu. Dort legte Discjockey Ben Malka fleißig Musik auf und hielt die Besucher bei Laune. Und das war bei stolzen 350 Partyliebhaber gar nicht so einfach, musste er doch den entsprechenden Musikgeschmack treffen.

Bis in die frühen Morgenstunden hatten die überwiegend jungen und junggebliebenen Leute ihren Spass und schon jetzt kann davon aus gegangen werden, dass es im kommenden Jahr wieder eine Halloween-Party auf Schloß Leerodt geben wird.

 

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